Sie sind hier

Ujjain

Etwa 300 Leprafamilien leben in Ujjains Stadtzentrum unter der Brücke einer Zufahrtsstraße. Entlang einer gepflasterten Gasse reihen sich die Hütten auf. Mit Baumaterial von der Regierung konnten einige befestigt werden, aber zwischendrin finden sich auch noch aus Stoff, Plastik und Karton errichtete Zelte. Diese sauber zu halten, insbesondere an einem Ort, an dem so viele Menschen dichtgedrängt leben wie hier, ist nahezu unmöglich. Viele Bewohner dieser Siedlung haben offene, entzündete Wunden, die regelmäßig verbunden werden müssen. Die Schwester des Saint Joseph Sevika Sanstha, die wöchentlich mit ihrer Ambulanz kommen, nehmen sich aber nicht nur diesem Problem an. Auch wenn es sich nicht um eine legal erbaute Kolonie handelt, so erhalten die Menschen hier ebenso wie die Bewohner von Ishawaas die nötigsten Dinge zum Leben: Nahrung, Kleidung, Medikamente und etwas Geld. Manche verdienen sich bei Gelegenheit noch etwas dazu, eine junge Frau zum Beispiel faltet Papierblüten, nach wie vor gehen aber auch viele zum Betteln. Immerhin war es möglich einen Versammlungsraum zu bauen, der vor allem für den Schulunterricht der Kinder genutzt wird. Eine vom Orden bezahlte Lehrerin, sie hatte selbst Lepra, vermittelt Grundkenntnisse in Hindi, Englisch und Mathematik.

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer