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St. Joseph Sevika Sanstha

Mutter Baptista Simons kam im Jahr 1953 als Steyler Missionsschwester nach Indien, Madhya Pradesh, Indore. Sie unterrichtete zunächst an einem ordenseigenen Gymnasium und begann dann umgehend damit, die zahllosen Leprakranken der Stadt medizinisch zu versorgen und liebevoll zu betreuen. Sie nahm sich besonders Frauen aus armen Schichten an und ermöglichte ihnen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Sie setzte sich damit über sämtliche Kastenregeln hinweg. Schließlich überstieg das Arbeitspensum ihre Kräfte und sie gründete 1965 einen einheimischen Orden – den Saint Joseph Sevika Sanstha, das heißt auf Deutsch „Dienerinnen des hl. Joseph des Arbeiters“.
Während Mutter Baptista anfangs nur über eine kleine Hütte und ein Bügeleisen verfügte, gehören dem Orden heute 230 indische Schwestern an. Sie widmen ihr Leben den Allerärmsten und engagieren sich getreu der Ordensregel „to live in love as Christ loves us“ in etwa 30 Missionsstationen des Social Welfare Center Indore. Mutter Baptista, oder wie sie in Indien genannt wird „Maji“(dh. „Große Mutter“), starb am 27. Juli 2009. Ihr Grab in Indore ist zur Pilgerstätte geworden.

 

Seit Mai 2011 bekleidet Schwester Clementina das Amt der Generaloberin. Ihren Auftrag und den ihrer Mitschwestern beschreibt sie im März 2012 mit folgenden Worten:

„I believe that God lives in every human being. Through serving the sick, suffering, needy, poor, homeless, orphans, widows and lepers I serve him. I believe that love has no condition and no boundaries. It doesn´t care about cast, gender, color or religion. It bears all things, believes all things, hopes all things and endures all things. Love never ends. Love has a power in itself that can change a life and that can change the whole world. If love, peace and justice flourish among the people, India can be a better place to live. Corruption need to be stopped. All people should get access to education and health care. Already, the treatment of lepers improved and the present generation is nearly free of leprosy. Education policy has changed, schools are provided in small villages. A slow change is taking place. We will raise awareness of health and hygiene, of education and of economical and political processes. It is important, that we don´t feed fish, but teach how to catch fish! In the future as in the past, we will help the poorest of the poor to find out about their skills, resources and opportunities and to make use of it for their livelihood instead of depending on others.”

Im jährlichen Weihnachtsbrief an die Unterstützer schreibt Schwester Clementina über die aktuelle Lage in Indien, den Fortschritt der Ordensarbeit und den Problemen, die es noch zu bewältigen gilt. Sie richtet ihren persönlichen Dank an all jene, die große und kleine Hilfe leisten. Den Brief, den sie Weihnachten 2012 verfasste, können Sie hier nachlesen:

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