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Ponkadih

Ponkadih liegt im Bundesstaat Odisha – mitten im Dschungel. Die Menschen, die hier leben, sind bitterarm. In ihren Hütten gibt es nichts, kein Mobiliar und oft nicht mal eine Decke oder Kleidung. Die vier Schwestern, die in Ponkadih arbeiten, leben wie die Dorfbevölkerung in einer einfachen Hütte. Sie haben nur einen Raum zur Verfügung, in dem sie beten, essen, arbeiten und schlafen. In der Monsumzeit regnet es herein und nur Plastikplanen schützen gegen die Sturzbäche. Den Moskitoschwärmen ist man schutzlos ausgeliefert. Nur zwei Wochen vor dem Besuch von Ulrike Menz und Elisabeth Rudolph wurden 12 Menschen durch Elefanten getötet. In Ponkadih gibt es weder Strom noch eine Telefonverbindung. Nur ein Kleinbus, der auf einer Sandpiste den Dschungel durchquert, verbindet Ponkadih ein Mal am Tag mit der Außenwelt.

Seit dem Jahr 2010 unterrichten drei der Schwestern in der “Primary School” und unterstützen den einzigen Lehrer, der bis zu diesem Zeitpunkt 300 Schüler und Schülerinnen in sieben Klassen betreute. Die 75 Kinder der zweiten und dritten Klasse werden im stündlichen Wechsel im gleichen Raum unterrichtet. Für die Kinder gibt es ein einfaches Mittagessen aus Reis und Dal, welches die Regierung von Odisha bezahlt. Die Schultaschen sind aus alten Reissäcken zusammengenäht, die Kinder besitzen keinen eigenen Bleistift. Schulgeld wird nicht erhoben.

Im Altarraum einer ehemaligen Kirche betreiben die Schwestern eine Krankenstation. Die häufigsten Erkrankungen sind Malaria, Tuberkulose und Durchfall. Viele Kinder leiden bedingt durch Vitamin-A Mangel an Nachtblindheit. Die Behandlung ist kostenlos. Neue Medikamente zu beschaffen ist in der Abgeschiedenheit Ponkadihs eine riesige Herausforderung. Ein Transport ins Krankenhaus ist unmöglich. Für alle zehn Dörfer, die im Umkreis von 20 km liegen, ist die Krankenstation die einzige Anlaufstelle.

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